Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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Die Pickwicker. 9

ben die Bewunderung des ſchönen Geſchlechts war noch immer ſeine vorherrſchende Leidenſchaft. Zur Linken ſeines großen Lehrers ſaß der poetiſche Snodgraß und neben ihm der launige Winkle, der erſtere in einen violen⸗blauen Mantel mit einem Kragen von Kaninchenfell gehüllt, und der letztere mit einem neuen grünen Jagdrock, einem ſchottiſchen Halstuch und dicht anſchließenden Tuch⸗ beinkleidern noch mehr Glanz gewährend.

Die Rede des Herrn Pickwick bei dieſer Gelegenheit, ſo wie die darauf folgenden Debatten finden ſich in den Verhandlungen des Klubbs. Beide ſind den Discuſſionen an⸗ derer berühmter Geſellſchaften ſehr ähnlich und da eine Ver⸗ gleichung zwiſchen den Aeußerungen großer Männer immer ſehr intereſſant iſt, ſo theilen wir wenigſtens den Eingang mit.

»Herr Pickwick bemerkte(ſagt der Sekretair), der Ruhm ſei dem Herzen eines jeden Mannes theuer. Der poetiſche Ruhm ſei dem Herzen ſeines Freundes Snod⸗ graß theuer; der Ruhm der Eroberungen ſei es eben ſo ſehr ſeinem Freunde Tupman, und der Wunſch, Ruhm auf den Jagdgebieten der Erde, der Luft und des Waſſers einzuernten, erfülle vor allem die Bruſt ſeines Freundes Winkle. Er(Herr Pickwick) wolle nicht leugnen, daß er

durch menſchliche Leidenſchaften und menſchliche Gefühle

bewegt werde(Beifall) vielleicht auch durch menſch⸗ liche Schwäche(man ruft laut: nein), aber ſo viel glaube er ſagen zu dürfen, daß wenn ja das Feuer der Selbſt⸗ ſucht in ſeinem Buſen ſich entzünde, vor Allem der Wunſch es augenblicklich wieder dämpfe, dem Menſchen⸗ geſchlecht nützlich zu werden. Das Wohl ſeiner Mitmen⸗ ſchen ſei der Fittig, der ſeinen Geiſt erhöbe, die Men⸗ ſchenliebe, ſei ſein Lebensprinzip.(Lebhafter Beifall.) Er habe einigen Stolz gefühlt er geſtehe es offen ein