Die Pickwicker.
ruhig, wie die Gewäſſer der erſtern an einem froſtigen Tage, oder wie ein einſames Exemplar der Vierfüßler, die er ſo ſcharfſinnig beobachtete, in dem innerſten Schlupf⸗ winkel einer Erdhöhle. Und um wie viel intereſſanter wurde das Schauſpiel, als jener berühmte Mann, da ein allgemeiner Ruf nach»Pickwick« von ſeinen Anhängern ertönte, langſam von ſeinem Sitze ſich erhob, und den Klubb anredete, den er ſelbſt gegründet hatte!— Welches Studium für einen Künſtler bot dieſe Scene dar!— Der beredſame Pickwick, eine Hand hinter ſeinen Rockſchoß haltend, und die andere in der Luft bewegend, um ſeine lebendige Deklamation zu unterſtützen; indem ſeine erhabene Stellung jene eng anliegenden Beinkleider und Kamaſchen be⸗ merklich machte, welche, wenn ſie einen gewöhnlichen Mann bekleidet hätten, unbeachtet geblieben ſein möchten, die aber jetzt, da ſie einen Pickwick bekleideten— wenn wir uns des Ausdrucks bedienen dürfen— unwillkührlich Achtung und Ehrerbietung geboten; von den Männern umgeben, die ſich freiwillig entſchloſſen hatten, die Gefahren ſeiner Reiſe mit ihm zu beſtehen, welche beſtimmt waren, den
Ruhm ſeiner Entdeckungen zu theilen. Zu ſeiner rechten
Seite ſaß Herr Tracy Tupman; der nur zu empfäng⸗ liche Tupman, der mit der Weisheit und Erfahrung rei⸗ ferer Jahre die Begeiſterung und Innigkeit des Jünglings, in der anziehendſten und verzeihlichſten aller menſchlichen Schwächen— der Liebe— vereinigte. Die Zeit und das Wohlleben hatten jene einſt ſo romantiſche Formen aus⸗ gedehnt; die ſchwarze ſeidene Weſte hatte an Umfang immer mehr zugenommen; von der goldenen Uhrkette unter ihr war ein Zoll nach dem andern aus Tupmans Geſichtskreis entrückt worden, und das volle Kinn hatte allmählig ſich über die Ränder der weißen Halsbinde ge⸗ legt,— aber der Geiſt Tupmans war unyerändert geblie⸗
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