zimmer von hohen Familienverbindungen los zu werden und es in ſeiner Gewalt zu haben zu ſagen:„Sie war eine Frau von Familie und wünſchte ſich an mich zu hängen, aber ich wollte es nicht haben und traf Anſtalt, mich von ihr zu befreien“— heißen würde, den größtmöglichen Betrag von krönendem Ruhm aus dieſer Verbindung ziehen und zu gleicher Zeit Mrs. Sparſit nach Verdienſt beſtrafen.
Mehr als je von dieſer großen Idee erfüllt, trat Mr. Boun⸗ derby ein zum zweiten Frühſtück und ſetzte ſich in dem aus frü⸗ heren Zeiten bekannten Speiſezimmer nieder, in welchem ſein Porträt hing. Mrs. Sparſit ſaß am Feuer, ihren Fuß in ihrem baumwollenen Fußſacke, wenig denkend, was ihr bevorſtand.
Seit der Pegler⸗Affaire hatte dieſe edle Dame ihre Theil⸗ nahme für Mr. Bounderby mit einem Schleier von ruhiger Me⸗ lancholie und Ergebenheit umhüllt. In Folge deſſen war es ihre Gewohnheit geworden, einen wehmuthsvollen Blick anzunehmen, welchen wehmuthsvollen Blick ſie jetzt auf ihren Patron richtete.
„Was iſt Ihr Begehr, Ma'am?“ ſagte Mr. Bounderby in kurzer und rauher Weiſe.
„Bitte, Sir,“ antwortete Mrs. Sparſit,„beißen Sie meine Naſe nicht ab.“
„Ihre Naſe abbeißen, Ma'am!“ wiederholte Mr. Bounderby. „Ihre Naſe!“« indem er andeuten wollte, wie Mrs. Sparſit wohl begriff, daß es zu dieſem Behufe eine zu ausgebildete Naſe ſei. Nach dieſer beleidigenden Bemerkung ſchnitt er ſich eine mrodrrnſte ab und warf das Meſſer mit gewaltſamem Geräuſch nieder.. Mrs. Sparſit nahm ihren Fuß aus dem Fußſacke und ſagte: „Mr. Bounderby, Sir!“
„Nun, Ma'am?“ verſetzte Bounderby.„Was ſtarren Sie?“
„Darf ich fragen, Sir,“ ſagte Mrs. Sparſit,„ob Sie dieſen Morgen Unannehmlichkeiten gehabt haben?“
„Ja, Ma'am.
„Darf ich fragen, Sir,“ fuhr die beleidigte Frau fort,„ob ich die unglückliche Urſache bin, daß Sie Ihre gute Laune ver⸗ loren haben?“
„Nun wohl, ich will Ihnen etwas ſagen, Ma'am,“ erwiederte Bounderby,„ich bin nicht hierhergekommen, um mich auszanken zu laſſen. Ein Frauenzimmer mag noch ſo hohe Familienconnexio⸗ nen haben, und es kann ihr doch nicht geſtattet merden, einen Mann


