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Mr. Sleary das Geld einnehme, ſo würde er ſie gewiß erkennen und mit Diccretion ſich benehmen. Wo nicht, ſo würde er ſie gewiß im Innern bemerken, und im Bewußtſein deſſen, was er mit dem Flüchtling vorgenommen, ebenfalls Discretion beobachten.
Daher erſchienen ſie mit klopfendem Herzen bei der wohlbe⸗ kannten Bude. Die Fahne mit der Inſchrift„Sleary's Reiter⸗ Akademie“ war vorhanden und die gothiſche Niſche war vorhanden aber Mr. Sleary war nicht vorhanden. Maſter Kidderminſter, welcher zu groß und bärtig geworden war, als daß er auch von der ungebildetſten Leichtgläubigkeit noch länger als Cupido hätte hingenommen werden können, hatte der unwiderſtehlichen Gewalt der Umſtände(und ſeines Bartes) nachgegeben und präſidirte in der Eigenſchaft eines Mannes, der ſich allgemein nützlich macht, bei dieſer Gelegenheit dem Finanzdepartement,— indem er zu⸗ gleich eine Trommel in Reſerve hatte, welcher er ſeine müſſigen Augenblicke und ſeine überflüſſigen Kräfte widmete. Bei der außerordentlichen Schärfe, mit der er auf falſche Münze aus⸗ ſpähte, ſah Mr. Kidderminſter, wie man ihn nach ſeiner jetzigen Stellung nennen muß, nie etwas anderes als Geld. So kam Cilli unerkannt an ihm vorüber und ſie traten ein.
Der Kaiſer von Japan, auf einem ſtetigen alten Schimmel, hübſch mit ſchwarzen Flecken bemalt, war gerade damit beſchäf⸗ tigt fünf Waſchbecken auf einmal zu drehen, wie denn ſolches die Lieblingserholung dieſer Monarchen iſt. Cilli, obgleich wohlbe⸗ kannt mit ſeinem fürſtlichen Stammbaum, hatte keine Perſonal⸗ kenntniß vom gegenwärtigen Kaiſer, ſeine Herrſchaft war friedlich. Darauf wurde Miß Joſephine Sleary mit ihrer berühmten„Eque⸗ ſtriſchen Tyroler Blumen⸗Tour“ von einem neuen Clown(der humoriſtiſch„Blumenkohl⸗Tour“ ſagt) angekündigt, und Mr. Sleary erſchien, ſie einführend.
Mr. Sleary hatte dem Clown kaum einen Schlag mit ſeiner langen Peitſche gegeben und dieſer nur geantwortet:„Wenn Ihr das noch einmal thut, ſo werde ich das Pferd auf Euch werfen!“ als Cilli von Vater und Tochter zugleich erkannt wurde. Aber ſie ſpielten den Akt mit großer Selbſtbeherrſchung zu Ende; und Mr. Sleary legte, ausgenommen im erſten Augenblicke, nicht mehr Ausdruck in ſein bewegliches als in ſein unbewegliches Auge. Die Vorſtellung kam Luiſe und Cilli ein wenig lang vor, zumal als ſie pauſirte, um dem Clown Gelegenheit zu gewähren, Mr. Sleary(welcher mit der größten Ruhe auf all' ſeine Bemerkungen


