Schluß. 101
herrſcht, anſah nahm ſie ihre Hand weg und legte ihr Ge⸗ ſicht an die Stelle, wo jene geruht hatte.
„Ich habe nichts auf der Welt. Ich bin ſo arm wie da⸗ mals, wo ich hier lebte. Als der Vater zuletzt in England war, vertraute er Alles, was er hatte, den Händen dieſes Mannes an, und es iſt Alles verloren. O mein liebſtes, be⸗ ſtes Herz, weißt Du gewiß, daß Du jetzt mein Vermögen nicht theilen willſt?“
In ſeine Arme geſchloſſen, an ſein Herz gepreßt, wäh⸗ rend ſeine Mannesthränen ihre Wange bethauten, legte ſie ihre weiche Hand um ſeinen Hals und begegnete dort der andern.
„Wir ſcheiden nie wieder, geliebteſter Arthur. Nie wie⸗ der, bis zum letzten Abſchied! Ich war noch nie ſo reich, ich war noch nie ſo ſtolz, ich war noch nie ſo glücklich. Ich bin reich, weil Du mich nimmſt, ich bin ſtolz, weil Du mir entſagt haſt, ich bin glücklich, weil ich mit Dir in dieſem Gefängniß bin, wie es mich glücklich machen würde, wenn ich mit Dir hieher zurückkehren könnte, wenn es der Wille Gottes wäre, um Dich mit aller meiner Liebe und Wahrheit zu tröſten und zu pflegen. Ich gehöre Dir in Allem und überall! Ich liebe Dich herzlichſt. Ich wollte lieber mein Le⸗ ben mit Dir hier verbringen und täglich in die Stadt gehen, um für mein Brod zu arbeiten, als das größte Vermögen haben, oder die vornehmſte Dame ſein, die es jemals auf der Welt gegeben hat. Ach, wenn der arme Papa jetzt nur


