Teil eines Werkes 
10. Th. (1857)
Entstehung
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10² Vierunddreißigſtes Kapitel.

wiſſen könnte, wie ſelig endlich mein Herz in dieſem Zimmer iſt, wo er ſo viele Jahre gelitten hat.

Maggy hatte natürlich von Anfang an die Augen weit aufgeriſſen, und hatte ſich die Augen ausgeweint, lange ehe es zu dieſem Ende kam. Maggy war jetzt ſo überfroh, daß ſie, nachdem ſie ihre Mutter mit allen Kräften umarmt hatte, die Treppe hinunter polterte, um irgend Jemand zu finden, dem ſie ihre Freude mittheilen könnte. Wem aber ſollte Maggy begegnen, als Flora und Mr. F.'s Tante, die gerade zu rechter Zeit eintrafen? Und wen als Folge dieſes Zuſam⸗ mentreffens ſollte Klein Dorrit auf ſich warten finden, als ſie gute zwei oder drei Stunden ſpäter ausging?

Flora's Augen waren ein Wenig roth und ſie ſchien etwas gedrückter Stimmung zu ſein. Mr. F.s Tante war ſo ſteif geworden, daß ſie ausſah, als wäre ſie gar nicht mehr zu biegen, außer durch gewaltige mechaniſche Kraft. Ihr Hut ſtand hinten in ſchrecklicher Weiſe in die Höhe; und ihr ſteinharter Strickbeutel war ſo ſtarr, als wäre er von dem Haupt der Meduſa verſteinert und hätte es jetzt eingepackt. So imponirend ausgeſtattet, war Mr. F.'s Tante, auf den Stufen der Amtswohnung des Marſhal ſitzend, ſeit den zwei oder drei fraglichen Stunden den jüngern Bewohnern der Borough ein großer Genuß geweſen und durch das be⸗ ſtändige Beſtrafen der Ausfälle der humoriſtiſchen Straßen⸗ jugend mit der Spitze ihres Regenſchirms in ziemliche Auf⸗ regung gerathen.

Ich fühle es wohl und recht ſchmerzlich, Miß Dorrit,