Teil eines Werkes 
10. Th. (1857)
Entstehung
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Die Stunde naht. 27

nicht einmal ihre Finger bewegen konnte; aber es war be⸗ merkenswerth, daß ſie bereits mehr als einmal mit ihrer ge⸗ ballten Hand kräftig auf den Tiſch geſchlagen hatte, und daß ſie, als ſie dieſe Worte ſprach, den ganzen Arm erhob und ausſtreckte, als wäre dies bei ihr eine gewöhnliche Be⸗ wegung.

Und welche Buße verlangte ich von grer Herzenshärtig⸗ keit und ihrer argen Verworfenheit? Ich, die Rachgierige und Unverſöhnliche? So mag ich euch erſcheinen, die ihr keine Gerechtigkeit kennt und keine Erwählung, als die durch Satan. Lachen Sie; aber ich will ſo gekannt ſein, wie ich mich kenne und wie Flintwinch mich kennt, wenn auch nur von Euch und dieſem halb einfältigen Weibe.

Und rechnen Sie dazu ſich noch ſelbſt, Madam, ſagte Rigaud.Ich habe meinen kleinen Verdacht, daß Madam ſehr Viel daran liegt, ſich vor ſich ſelbſt zu rechtfertigen.

Das iſt falſch. Das iſt nicht wahr. Ich bedarf Deſſen nicht, gab ſie mit großer Energie und ſtarker Entrüſtung zur Antwort.

Wirklich? gab Rigaud zurück.Ha!

Ich frage, was war die Buße in Werken, die von ihr verlangt ward? Du haſt ein Kind; ich habe keins. Du haſt das Kind lieb. Gib es mir. Es ſoll ſich für meinen Sohn halten und ſoll vor Jedermann für meinen Sohn gelten. Um Dich vor Schande und Entdeckung zu retten, ſoll ſein Vater ſchwören, Dich nie wieder zu ſehen und nie wieder mit Dir zu verkehren; damit ihn ſein Onkel nicht enterbe