Die Stunde naht. 25
dieſer Worte ſtehen jetzt hier drin und ſtanden damals hier drin. Ich war auserwählt, den alten Brief zu finden, der davon ſprach und mir ſagte, was ſie bedeuteten und weſſen Arbeit ſie waren und warum ſie mit dieſer Uhr in dem ge⸗ heimen Fach ſeines Sekretairs lagen. Ohne dieſe Erinne⸗ rung wäre keine Entdeckung geweſen. Vergiß es nicht. Es ſprach zu mir wie eine Stimme aus einer dräuenden Wolke. Vergiß nicht die Todſünde, vergiß nicht die von Gott ge⸗ ſchickte Entdeckung, vergiß nicht das von Gott geſchickte Leiden. Ich vergaß es nicht. Erinnerte ich mich des Un⸗ rechts, das mir widerfahren? gewiß nicht! Ich war blos ein Knecht und ein Werkzeug. Welche Macht hätte ich über ſie haben können, wenn ſie nicht erſtickt geweſen wären in den Banden ihrer Sünde und in meine Hand gegeben worden wären!“
Mehr als 40 Jahre waren über dem grauen Haupte die⸗ ſer entſchloſſenen Frau hingeſchwunden ſeit der Zeit, an die ſie erinnerte. Mehr als 40 Jahre des Ringens und Käm⸗ pfens mit der leiſen Stimme, die ihr ſagte, daß, welchen Namen ſie auch ihrem rachgierigen Stolz und Zorn gebe, nichts in aller Ewigkeit ihr Weſen ändern könnte. Aber trotz der mehr als 40 entſchwundenen Jahre und trotz der Ne⸗ meſis, die ihr jetzt ins Antlitz ſah, blieb ſie immer noch bei ihrer alten Gottesläſterung— kehrte immer noch die Ord⸗ nung der Schöpfung um, und belebte mit ihrem Hauch ein Thonbild des Schöpfers. Fürwahr, fürwahr, Reiſende haben manche ungeheuerliche Götzenbilder in gar vielen Ländern


