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Charakter und erfüllten mich mit Abſcheu vor allen Sün⸗ dern. Als der alte Mr. Gilbert Clennam ſeinen verwaiſten Neffen meinem Vater als Gatten für mich vorſchlug, ver⸗ weilte mein Vater mit Nachdruck darauf, daß er, gleich mir, eine ſtrenge Erziehung gehabt. Er ſagte mir, daß außer der ſtrengen Zucht, unter der er herangewachſen, er in einem verarmten Hauſe gewohnt, wo Weltgeräuſch und Weltluſt unbekannte Sachen und wo jeder Tag ein Tag der Arbeit und der Prüfung wie der vorhergehende geweſen, lange be⸗ vor ihn ſein Onkel als einen ſolchen anerkannt habe; und daß von ſeiner Schulzeit an bis zu dieſer Stunde das Haus ſeines Onkels für ihn ein Heiligthum geweſen, das ihn vor der Anſteckung der Gotteszweifler und der Weltkinder ge⸗ ſchützt. Als ich nicht 12 Monate nach unſerer Heirath ent⸗ deckte, daß mein Mann zu der Zeit, wo mein Vater ſo von ihm ſprach, gegen den Herrn geſündigt und mich ſchwer be⸗ leidigt hatte, indem er einem ſündhaften Geſchöpf die Stelle angewieſen, die mir gebührte, durfte ich da zweifeln, daß ich erwählt worden, die Entdeckung zu machen, und daß ich er⸗ wählt worden, die ſtrafende Hand an dieſes Kind der Fin⸗ ſterniß zu legen? Sollte ich in einem Augenblick vergeſſen— nicht was mir widerfahren,— denn wer war ich!— ſon⸗ dern den Abſcheu vor der Sünde und die Bekämpfung der⸗ ſelben, in denen ich erzogen war?“
Sie legte ihre zornige Hand auf die Uhr auf dem Tiſch. „Nein! Vergiß mein nicht. Die Anfangsbuchſtaben
Dreißigſtes Kapitel.


