Teil eines Werkes 
10. Th. (1857)
Entstehung
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18 Dreißigſtes Kapitel.

Ich fange damit an. Es wohnen hier, nehmen wir an, ein Onkel und ein Neffe. Der Onkel ein ſtrenger alter Herr von großer Charakterſtärke; der Neffe von Natur ſchüchtern, nie⸗ dergehalten und unfrei.

Hier rief Mrs. Affery, die bis dahin in ſtarrer Auf⸗ merkſamkeit auf dem Fenſter geſeſſen, an dem zuſammenge⸗ rollten Zipfel ihrer Schürze gebiſſen und vom Kopf bis zu den Füßen gezittert hatte, plötzlich aus:Jeremiah, bleib mir vom Leibe. Ich habe in meinen Träumen von Arthurs Vater und ſeinem Onkel gehört. Er ſpricht von ihnen. Er war vor meiner Zeit hier; aber ich habe in meinen Träumen gehört, daß Arthurs Vater ein willenloſer, unentſchloſſener, zaghafter armer Teufel war, dem ſie ſchon als Kind Alles, außer ſeinem Waiſenleben, aus der Seele geſcheucht hatten, und daß er nicht einmal eine Stimme bei der Wahl ſeiner Frau hatte, ſondern daß ſein Onkel ſie für ihn ausſuchte. Dort ſitzt ſie! Ich habe es in meinen Träumen gehört und Du haſt es ihr ſelbſt geſagt.

Wie Mr. Flintwinch ihr mit der Fauſt drohte und Mrs. Clennam ſie anſah, warf ihr Rigaud eine Kußhand zu.

Sehr richtig, liebe Madam Flintwinch. Sie ſind ein Genie im Träumen.

Ich mag von Ihrem Lobe nichts wiſſen, gab Affery zur Antwort.Ich mag gar nicht mit Ihnen reden. Aber Jere⸗ miah ſagte, es wären Träume und als Träume vill ich ſie erzählen! Hier ſteckte ſie wieder die Schürze in den Mund, als wollte ſie noch einem Andern den Mund ſtopfen viel⸗

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