Dreißigſtes Kapitel.
vortrat, um ſie zu nehmen, und hielt ſeine Hand hin, indem er lärmend wiederholte:„Bezahlen Sie! Zählen Sie das Geld her— gutes Geld.“ Jeremiah hob die Rechnung auf, ſah mit blutunterlaufenen Augen die Summe an, zog einen kleinen leinwandenen Beutel aus der Taſche und zählte ihm die Summe in die Hand.
Rigaud klimperte mit dem Gelde, wog es in der Hand, warf es in die Höhe und fing es wieder und klimperte von Neuem damit.
„Der Klang iſt dem kühnen Rigaud Blandois wie der Geſchmack von friſchem Fleiſch dem Tiger. Sprechen Sie alſo, Madam. Wie Viel?“
Er wendete ſich plötzlich mit einer drohenden Bewegung der geballten Fauſt, in der er das Geld feſthielt, gegen ſie, als wollte er ſie damit ſchlagen.
„Ich ſage Ihnen noch einmal, was ich ſchon früher ge⸗ ſagt habe, daß wir hier nicht reich ſind, wie Sie voraus⸗ ſetzen und daß Ihre Forderung übertrieben iſt. Ich habe jetzt nicht die Mittel, einer ſolchen Forderung zu entſprechen, ſelbſt wenn ich Luſt dazu hätte.“
„Wenn!“ rief Blandois aus.„Man höre dieſe Dame mit ihrem Wenn! Wollen Sie ſagen, daß Sie keine Luſt dazu haben?“
„Ich will ſagen, wie ſich mir die Sache darſtellt und nicht, wie ſie ſich Ihnen darſtellt.“
„So ſprechen Sie alſo. Was die Luſt betrifft. Raſch!


