Teil eines Werkes 
10. Th. (1857)
Entstehung
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Die Stunde naht. 7

zufallen, hörte ihre Tritte auf dem Pflaſter des widerhallen⸗ den Hofs und immer noch hatte Niemand ein Wort geſpro⸗ chen. Mr. Clennam und Jeremiah hatten einen Blick ge⸗ wechſelt und ſahen ſeitdem Affery an, die immer noch mit großem Eifer an ihrem Strumpfe ſtopfte.

Na! ſagte endlich Mr. Flintwinch, indem er ſich nach dem Fenſterſitz hinſchob und dabei die Handflächen an den Rockſchößen rieb, als bereitete er ſich vor, Etwas zu thun:Was wir uns einander zu ſagen haben, ſollten wir uns lieber ſa⸗ gen, ohne weiter Zeit zu verlieren. Alſo, Affery, mein Frauchen, mach, daß Du fortkommſt!

In einem Augenblick hatte Affery den Strumpf hinge⸗ worfen, war aufgeſprungen, hatte das Fenſterbret mit der rechten Hand gefaßt, ſtützte ſich mit dem rechten Knie auf den Fenſterſitz und fuhr mit der linken Hand in der Luft umher, erwartete Angreifer abwehrend.

Nein, ich will nicht, Jeremiah nein, ich will nicht nein, ich will nicht! Ich gehe nicht, ich bleibe hier. Ich will Alles hören, was ich nicht weiß und Alles ſagen, was ich weiß. Ich will es endlich, und wenn ich deshalb ſterben müßte. Ich will, ich will, ich will!

Mr. Flintwinch, ganz ſtarr vor Entrüſtung und Stau⸗ nen, machte die Finger einer Hand im Munde naß, beſchrieb mit ihnen einen Kreis in der Fläche der andern Hand und ſchob ſich mit drohendem Grinſen auf ſeine Frau zu, wobei er ein paar Worte hervorſtieß, von denen ſeine athemloſe Wuth nur verſtehen ließ:eine ſolche Doſis.