Dreißigſtes Kapitel.
„Warum ſollte ich ihr Hierbleiben wünſchen?“ ſagte Mrs. Clennam.„Was habe ich mit ihnen zu thun?“
„Dann, verehrteſte Madam, werden Sie wohlthun, ſie fortzuſchicken“, ſagte Rigaud, indem er ſich ſo ſchwer in einen Lehnſtuhl warf, daß das alte Zimmer zitterte.„Es iſt Ihre Sache. Es ſind nicht meine Spione, nicht meine Lumpe.“
„Hören Sie, Pancks,“ ſagte Mrs. Clennam und ſah ihn zornig an.„Sie, Casby's Commis! bekümmern Sie ſich um Ihres Prinzipals Angelegenheiten und um Ihre eigenen. Gehen Sie. Und nehmen Sie dieſen andern Mann mit.“
„Ich danke Ihnen, Madam,“ entgegnete Mr. Pancks, „es freut mich, ſagen zu können, daß ich nicht einſehe, war⸗ um wir nicht gehen ſollten. Wir haben Alles gethan, was wir Mr. Clennam verſprochen haben. Seine beſtändige Sorge war, vornehmlich ſeitdem er gefangen geſeſſen, daß dieſer angenehme Herr hieher zurückgebracht würde, an den Ort, von wo er zuletzt verſchwunden iſt. Hier iſt er, von uns zurückgebracht. Und ich ſage ihm in ſein boshaftes Geſicht,“ ſetzte Mr. Pancks hinzu,„daß meiner Meinung nach die Welt nichts verlieren würde, wenn er ſie ganz und gar verließe.“
„Man fragt Sie nicht um Ihre Meinung,“ antwortete Mrs. Clennam.„Gehen Sie.“
„Es thut mir leid, Sie nicht in beſſerer Geſellſchaft zu verlaſſen,“ ſagte Pancks,„und es thut mir auch leid, daß Mr. Clennam nicht anweſend ſein kann. Das iſt meine Schuld.“


