Teil eines Werkes 
10. Th. (1857)
Entstehung
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2 Dreißigſtes Kapitel.

Wetter war ſehr warm. Sie erreichten Alle gleichzeitig die Stufen an der Thür.

Wahnſinnige! ſagte Rigaud, indem er ſich umdrehte. Geht noch nicht!

Das wollen wir auch nicht, ſagte Mr. Pancks.

Mit einem finſtern Blick ſeine Antwort erwidernd, klopfte Rigaud laut. Er hatte ſich angetrunken, um ſein Spiel aus⸗ zuſpielen und war jetzt voller Ungeduld, anzufangen. Er war kaum mit dem erſten nachhallenden Klopfen fertig, als er wieder zum Klopfer griff und von Neuem begann. Damit war er noch nicht fertig, als Jeremiah Flintwinch die Thür öffnete und Alle traten nun in die gepflaſterte Vorhalle. Ri⸗ gaud ſchob Mr. Flintwinch bei Seite und ging geraden⸗ wegs die Treppe hinauf. Seine beiden Begleiter folgten ihm, Mr. Flintwinch folgte ihnen und ſie Alle traten hinter einander in Mrs. Clennam's ſtilles Zimmer. Es war in ſei⸗ nem gewöhnlichen Zuſtande, außer daß eins der Fenſter offen ſtand und Affery auf dem altmodiſchen Fenſterſitz ſaß, und einen Strumpf ſtopfte. Die gewöhnlichen Gegenſtände lagen auf dem Tiſchchen; das gewöhnliche ſpärliche Feuer brannte im Kamin; um das Bett hing das gewöhnliche Leichentuch; und die Herrin von Allem ſaß auf ihrem ſchwarzen, wie eine Leichenbahre ausſehenden Sopha, geſtützt von dem ſchwar⸗ zen Keilkiſſen, das wie der Block des Scharfrichters ausſah.

Das Zimmer hatte ein unausſprechliches Sonntagsaus⸗ ſehen, als wäre es für eine beſondere Feierlichkeit zugerich⸗ tet. Wo es herrührte, indem jeder einzelne Gegenſtand