Teil eines Werkes 
9. Th. (1857)
Entstehung
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Eine Bitte in der Marſhalſea. 149

Beſitz zu nehmen. Er ſagt, wenn ein Teſtament da iſt, ſo würde ich gewiß reich ſein; und wenn keins da iſt, wolle er mich reich machen.

Er wollte ſprechen; aber ſie hob wieder ihre zitternde Hand empor, und er ſchwieg.

Ich brauche kein Geld, und ich wünſche kein Geld, es wäre für mich von keinem Werthe, außer Ihretwillen. Ich könnte unmöglich reich ſein, während Sie hier ſind, ich würde immer viel ſchlimmer ſein, als arm, während Sie in Noth bleiben. Wollen Sie mir erlauben, Ihnen Alles, was ich habe, vorzuſtrecken? Wollen Sie mir erlauben, es Ihnen hinzugeben? Wollen Sie mir erlauben, Ihnen zu zeigen, daß ich nie vergeſſen habe und nie vergeſſen kann, wie Sie mich zu einer Zeit, wo dies meine Heimath war, beſchützt haben? Lieber Mr. Clennam, machen Sie mich zum glück⸗ lichſten aller Menſchen, und ſagen Sie ja! Machen Sie mich ſo glücklich, als ich ſein kann, ſo lange Sie hier blei⸗ ben, indem Sie mir heute Abend keine Antwort geben, ſondern mich mit der Hoffnung von Ihnen ſcheiden laſſen, daß Sie es ſich mit freundlicher Stirn überlegen, und daß Sie mir um meinetwillen nicht um Ihretwillen, ſondern nur einzig um meinetwillen! die größte Freude machen werden, die ich je auf Erden erleben kann, die Freude, zu wiſſen, daß ich Ihnen einen Dienſt geleiſtet, und einen kleinen Theil der großen Schuld meiner Liebe und Dankbar⸗ keit bezahlt habe. Ich kann nicht ſagen, was ich zu ſagen wünſche. Ich kann Sie hier nicht beſuchen, wo ich ſo lange