136 Achtundzwanzigſtes Kapitel.
„Und das iſt das Marſhalſea⸗ Schuldgefängniß!“ ſagte Mr. Flintwinch.„Ha! Sie haben Ihre Schäflein auf einen ſehr ſchlechten Markt gebracht, Arthur.“
Wenn Arthur Geduld hatte, ſo hatte Rigaud keine. Er packte ſeinen kleinen Flintwinch ungeſtüm ſcherzend vorn am Rocke und ſagte:
„Hol der Teufel den Markt, hol der Teufel die Schäfchen, und hol der Teufel den Schäfer! Geben Sie die Antwort auf meinen Brief heraus.“
„Wenn es Ihnen beliebt, mich einen Augenblick los zu laſſen, Sir,“ entgegnete Mr. Flintwinch,„ſo will ich erſt Mr. Arthur ein Briefchen übergeben, das ich für ihn habe.“
Er überreichte es ihm. Es war nur ein Zettelchen, von der halbgelähmten Hand ſeiner Mutter geſchrieben, und ent⸗ hielt nur folgende wenigen Worte:
„Ich hoffe, es iſt genug, daß Du Dich zu Grunde ge⸗ richtet haſt. Gib Dich damit zufrieden. Jeremniah Flintwinch iſt mein Sendbote und Vertreter.
Deine Dich liebende M. C.“
Clennam las den Zettel zweimal ſchweigend, und zerriß ihn dann. Rigaud ſtieg unterdeſſen auf einen Stuhl, und ſetzte ſich auf die Lehne, die Füße auf den Sitz ſtützend.
„Nun, ſchönſter Flintwinch,“ ſagte er, als er dem Zer⸗ reißen des Zettels aufmerkſam zugeſehen hatte,„die Antwort auf meinen Brief?“
„Mrs. Clennam hat ſie nicht geſchrieben, Mr. Blandois, da ihre Hände gelähmt ſind, und glaubte, ſie könne die


