134 Achtundzwanzigſtes Kapitel.
dritte Cigarrette mit einem Tone an, als ob ſein leichteſter Athem ſie wegblaſen könnte.„Reizend, aber unvorſichtig! Denn es war nicht gut von der ſchönen Gowana, Briefe von alten Liebhabern in ihrem Schlafzimmer auf dem Berge im Geheimen zu empfangen, damit es ihr Mann nicht ſehe. Nein, nein. Das war nicht gut. Uf! das war ein Irrthum von der Gowana.“
„Ich hoffe in allem Ernſte,“ rief Arthur laut aus,„daß Pancks bald wieder kommt, denn die Anyeſenheit dieſes Mannes verpeſtet das Zimmer.“
„Ja! aber er gedeiht hier und überall,“ ſagte Rigaud, und ſchnippte mit triumphirendem Blick mit den Fingern. „Das iſt immer ſo geweſen und wird immer ſo ſein!“ Darauf rekelte er ſich auf den einzigen drei Stühlen aus, die mit Ausnahme von dem, auf welchem Clennam ſaß, ſich im Zimmer befanden, und ſang, indem er ſich auf die Bruſt ſchlug, um ſich als den Helden des Lieds zu bezeichnen:
„Wer reitet dieſes Wegs ſo ſpät? „Compagnon de la Majolaine;
„Wer reitet dieſes Wegs ſo ſpät? „Immer froh!“
„Sing den Refrain, du Schwein! Du haſt ihn ja ſonſt ſingen können, in einem andern Kerkerloche. Sing! oder bei jedem Heiligen, der zu Tode geſteinigt worden, ich werde mich als beleidigt betrachten und compromittirend ſein; und dann thäten einige Leute, die noch nicht todt ſind, befſer ſich mit ihnen ſteinigen zu laſſen.“


