Eine Erſcheinung in der Marſhalſea. 123
bald vorüber. Er ſetzte ſich mit drohender Renommiſterei hin und ſagte:„Geben Sie mir eine Flaſche Wein, Sie können hier Wein zu kaufen bekommen. Laſſen Sie mir von einem der beiden Verrückten eine Flaſche Wein holen. Ich rede kein Wort ohne Wein. Sprechen Sie! Ja oder Nein?“
„Holen Sie, was er wünſcht, Cavalletto,“ ſagte Arthur verachtungsvoll, und wollte ihm Geld geben. 3
„Schmugglerbeſtie,“ ſetzte Rigaud hinzu,„bring Port⸗ wein! ich will nichts trinken als Porto, Porto!“
Die Schmugglerbeſtie verſicherte jedoch allen Anweſenden mit ſeinem ausdrucksvollen Finger, daß er durchaus nicht ſeinen Poſten an der Thür verlaſſen könnte, und Signor Panco bot daher ſeine Dienſte an. Er kehrte bald mit der Flaſche Wein zurück, die nach der Ortsſitte, entſtanden durch eine Seltenheit von Korkziehern unter den Collegiaten(ver⸗ geſellſchaftet mit einer Seltenheit von vielen andern Dingen) bereits entkorkt war.
„Verrückter! ein großes Glas,“ ſagte Rigaud.
Signor Panco ſetzte ihm ein Waſſerglas hin, aber nicht ohne einen ſichtbaren innern Kampf über die Frage, ob er es ihm nicht lieber an den Kopf werfen ſollte.
„Ha, ha!“ prahlte Rigaud.„Einmal ein Cavalier und immer ein Cavalier. Ein Cavalier von Anfang an, und ein Cavalier bis zu Ende. Was zum Teufel! Ein Cavalier muß bedient werden, hoffe ich! Es gehört zu meinem Charakter, bedient zu werden!“


