12 Dreiundzwanzigſtes Kapitel.
„Nun, was gibts!“ ſagte ſie nochmals ungeduldig.„Was noch?“
„Es war nicht meine Abſicht, Mutter, daß Sie weiter⸗ ſagen ſollten, was ich Ihnen mittheile. Ich glaube, es iſt beſſer, Sie ſagen es nicht weiter.“
„Machſt Du das zu einer Bedingung für mich?“
„Wenn es ſein muß, ja.“
„So merke wohl auf! Du machſt dies zu einem Ge⸗ heimniß,“ ſagte ſie und hielt die Hand empor,„undnicht ich. Du biſt es, Arthur, der mit Zweifeln und Verdächtigungen und Bitten um Aufklärung hierher kommt, und Du biſt es, Arthur, der Geheimniſſe hierherbringt. Meinſt Du wol, daß es mich irgendwie kümmert, wo oder was dieſer Mann geweſen iſt? Was kann das mich angehen? Die ganze Welt kann es wiſſen, wenn ſie es wiſſen will; mir iſt es gleich⸗ gültig. Jetzt laß mich.“
Er gab ihrem gebieteriſchen aber triumphirenden Blick nach und rollte ihren Stuhl wieder auf ſeinen alten Platz zurück. Dabei ſah er auch ein Frohlocken auf dem Geſichte Flintwinch's, das ſicherlich nicht von Flora hervorgebracht ſein konnte. Die Art und Weiſe, wie man ſeine Nachricht und ſeinen ganzen Verſuch und Plan gegen ihn ſelbſt gekehrt hatte, überzeugte ihn noch mehr, als die Starrheit und Feſtig⸗ keit ſeiner Mutter, daß alle Bemühungen bei ihr vergeblich ſein würden. Nichts blieb ihm nun übrig, als ſich an ſeine alte Freundin Affery zu wenden.
Aber es ſchien ſchon eine der am wenigſten verſprechen⸗


