4 Dreiundzwanzigſtes Kapitel.
„Guten Abend,“ ſagte Arthur.
„Guten Abend,“ ſagte Mr. Flintwinch.
Der Rauch kam gewunden aus Mr. Flintwinch's Mund, als ob er erſt durch ſeine ganze ſchiefe Geſtalt circulirte und in den ſchiefen Hals zurückkäme, ehe er zwiſchen den Lippen hervorkam, um ſich mit dem Rauch des Schornſteins und den Nebeln des gewundenen Fluſſes zu vermiſchen.
„Haben Sie keine neuen Nachrichten?“ ſagte Arthur.
„Wir haben keine neuen Nachrichten,“ ſagte Jeremiah.
„Ich meine von dem Fremden,“ erläuterte Arthur.
„Ich meine auch den Fremden,“ ſagte Jeremiah.
Er ſah ſo unheimlich aus, wie er ſchief, mit den Knoten der Halsbinde unter den Ohren, daſtand, daß Clennam, und lange nicht zum erſtenmale, der Gedanke einfiel, ob wol Flintwinch ſeiner ſelbſt wegen Blandois bei Seite geſchafft haben könnte? Hatte vielleicht ſein Geheimniß und ſeine Sicherheit auf dem Spiele geſtanden? Er war klein und ſchon gebeugt und vielleicht nicht ſtark genug zum Angriff; aber er war ſo zäh wie ein alter Eibenbaum und ſo ſchlau wie eine alte Dohle. Wenn ein Mann dieſer Art hinter einem viel jüngern und viel kräftigern Mann hergeht und den Wil⸗ len hat, mit ihm ein Ende zu machen und kein Erbarmen, ſo konnte er es an dieſem einſamen Orte in einer ſpäten Stun⸗ de ziemlich ſicher thun.
Während in der krankhaften Stimmung von Clennam’s Gemüth dieſe Gedanken den einen Alles beherrſchenden für einen Augenblick verdunkelten, betrachtete Mr. Flintwinch


