Teil eines Werkes 
9. Th. (1857)
Entstehung
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Mrs. Affery gibt ein bedingtes Verſprechen ꝛc. 3

ſein Credit, alle ſeine Hülfsquellen waren umſonſt. Wenn ſie in dem Beſitz der alten mythiſchen Kraft geweſen wäre, Alle, welche ſie anblickte, in Stein zu verwandeln, ſo hätte ſie ihn nicht vollſtändiger lähmen können(ſo erſchien es ihm in ſeiner Seelenpein), als er ſich jetzt fühlte, wenn ſie in ihrem düſtern Zimmer ihr unnachgiebiges Geſicht ihm zuwendete.

Aber das Licht, welches die heutige Entdeckung auf dieſe Erwägungen warf, beſtimmte ihn zu entſchiedenem Handeln. Aufrecht erhalten von dem Bewußtſein der Redlichkeit ſeines Ziels und angetrieben von dem Gefühl immer näher drohen⸗ der Gefahr, beſchloß er, einen verzweifelten Verſuch bei Affery zu machen, wenn es ihm immer noch nicht gelang, ſich ſeiner Mutter zu nähern. Wenn er ſie geſprächig machen und be⸗ wegen konnte, was an ihr lag, zu thun, um den das Haus umgebenden Schleier des Geheimniſſes zu zerreißen, ſo ge⸗ lang es ihm vielleicht, die Lähmung abzuſchütteln, die er mit jeder Stunde ſchmerzlicher fühlte. Das war das Reſul⸗ tat des ſorgenvollen Nachgrübelns dieſes Tages und das war der Entſchluß, den er zur Ausführung brachte, als der Tag zu Ende ging.

Seine erſte Täuſchung, als er das Haus erreichte, war, daß die Thür offen ſtand und Mr. Flintwinch in derſelben eine Pfeife rauchte. Unter nur gewöhnlich günſtigen Um⸗ ſtänden hätte ihm Mrs. Affery die Thür auf ſein Klopfen geöffnet. Unter ungewöhnlich ungünſtigen Umſtänden ſtand die Thür offen und Mr. Flintwinch rauchte auf den Stufen ſeine Pfeife.

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