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Einundzwanzigſtes Kapitel.
anzudeuten, wohl wiſſend, daß eine Andeutung genüge, ob es nicht beſſer ſei, wenn ich mich etwas weniger mit Mr. Gowan beſchäftige?
Ich frug ſie, wie ſie für das, was meine Abſicht ſei, ſtehen könnte? Sie gab zur Antwort, ſie könnte immer da⸗ für ſtehen, daß ich nichts Unrechtes beabſichtige. Ich dankte ihr, ſagte aber, ich würde vorziehen, für mich ſelbſt zu ſtehen. Ihre andern Dienſtboten würden ihr wahrſcheinlich für ein gutes Zeugniß dankbar ſein, aber ich brauchte keins.
Ein Wort gab das andere und ich fragte, wie ſie wüßte, daß es nur eines Winks von ihr bedürfte, um mich zu be⸗ ſtimmen? Ob ſie mir meine Geburt oder meinen Lohn an⸗ rechnete? Ich wäre nicht mit Leib und Seele gekauft. Sie ſchiene zu glauben, daß ihr ausgezeichneter Neffe auf den Sklavenmarkt gegangen wäre und ſich eine Frau erhandelt hätte.
Er wäre wahrſcheinlich früher oder ſpäter eben dahin ge⸗ kommen, aber ſie brachte die Sache ſogleich zur Entſchei⸗ dung. Sie ſagte mir mit erheucheltem Mitleid, ich hätte ein unglückliches Temperament. Als ich die alte boshafte Belei⸗ digung wieder hören mußte, hielt ich nicht länger an mich, und hielt ihr Alles vor, was ich von ihr kennen gelernt und von ihr geſehen hatte, und Alles, was ich hatte innerlich er⸗ dulden müſſen, ſeitdem ich in das verabſcheuungswerthe Ver⸗ hältniß getreten, mit ihrem Neffen verlobt zu ſein. Ich ſagte ihr, Mr. Gowan ſei mein einziger Troſt in meiner Erniedrigung; ich hätte es zu lange ertragen und riſſe mich


