Keine gerechte Urſache oder Behinderung, ꝛc. 23
förmlich abgeſchloſſen und ihre weltlichen Angelegenheiten geordnet hatte, begann ſie mit dem ihr eigenthümlichen Feuer ihre Vorbereitungen für die wichtige Veränderung ih⸗ rer Lage.
Die Vorbereitung beſtand in der Abſendung ihrer Zofe nach Paris unter dem Schutze des Couriers, um die Aus⸗ ſtattung für eine Braut anzukaufen, welcher die gegenwärtige Erzählung keinen engliſchen Namen geben kann, ohne aus⸗ nehmend gemein zu werden und der ſie(getreu ihrem ordi⸗ nairen Grundſatz, bei der Sprache zu bleiben, in der ſie ge⸗ ſchrieben iſt) keinen franzöſiſchen geben mag. Die von die⸗ ſen Sendlingen angekaufte reiche und ſchöne Garderobe machte im Verlaufe einiger Wochen die Reiſe durch das da⸗ zwiſchenliegende Land, trotz der Zollhäuſer, mit denen es beſetzt war, und trotz der in dieſem hauſenden unermeßlichen Armee ſchäbiger Bettler in Uniform, die beſtändig die Bitte um Almoſen wiederholten, als ob jeder Einzelne dieſer Krie⸗ ger der alte Beliſar wäre; und von denen es ſo zahlreiche Legionen gab, daß ſie die Garderobe durch bloßes Umwen⸗ den zerfetzt hätten, ehe ſie nach Rom gelangte, wenn der Courier nicht genau anderthalb Scheffel Silbergeld aus⸗ gegeben hätte, um dem Nothſtand beſagter Bettler abzuhel⸗ fen. Sie überſtand jedoch alle dieſe Gefahren und langte in beſter Beſchaffenheit am Ende ihrer Reiſe an.
Dort wurde ſie auserleſenen Geſellſchaften von Beſuche⸗ rinnen vorgelegt, in deren ſanften Buſen der Anblick Em⸗ pfindungen unverſöhnlicher Feindſchaft erweckte. Gleichzeitig


