Keine gerechte Urſache oder Behinderung, ꝛc. 21
Mit dieſen Worten umarmte ſie Amy nochmals und wirklich mit aller Herzlichkeit.
„Nicht, daß ich beabſichtige, jemals ohne Dich auszu⸗ kommen, Amy; im Gegentheil hoffe ich, wir werden uns faſt ſo gut wie gar nicht trennen, und jetzt, mein Schätzchen, will ich auch Dir einen Rath ertheilen. Wenn Du hier al⸗ lein mit Mrs. General zurückbleibſt—“
„Ich ſoll hier allein mit Mrs. General zurückbleiben?“ frug Klein Dorrit ruhig.
„Natürlich, Goldkind, bis der Vater wiederkommt! Außer wenn Du Edward Geſellſchaft nennſt, was er gewiß nicht iſt, ſelbſt wenn er hier iſt, und noch viel weniger, wenn er in Neapel oder Sicilien iſt. Ich wollte eben ſagen— aber Du haſt eine ſo närriſche gute Weiſe, Jemanden irre zu machen— wenn Du hier allein mit Mrs. General zurück⸗ bleibſt, Amy, ſo dulde nicht, daß ſie unverſehens und ſchlauer Weiſe es wie etwas Selbſtverſtändliches erſcheinen läßt, daß Papa ſich um ſie oder ſie ſich um Papa kümmert. Wenn ſie es machen kann, wird ſie es thun. Ich kenne ihre ſchlaue Manier, ſich mit ihren Handſchuhen den Weg zu taſten. Aber Du darfſt ſie um keinen Preis verſtehen. Und wenn Papa Dir bei ſeiner Rückkehr ſagen ſollte, daß er beabſich⸗ tige, Mrs. General zu Deiner Mama zu machen(was nicht weniger wahrſcheinlich wird, da ich fortgehe), ſo gebe ich Dir den Rath, gleich von vornherein zu ſagen:„Papa, ich bitte, mich dagegen ganz entſchieden ausſprechen zu dürfen. Fanny hat mich davor gewarnt und war dagegen, und ich


