Teil eines Werkes 
8. Th. (1857)
Entstehung
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Keine gerechte Urſache oder Behinderung, ꝛc. 19

Kind, Du ſtellſt Einen auf eine harte Probe. Du weißt, daß ich ganz beſondere Vorſorge trug, meinen Worten keine ſolche Deutung geben zu laſſen. Was ich ſagte, war, daß gewiſſe Fragen auf's Tapet kommen; und das ſind die Fragen.

Klein Dorrits gedankenvolle Augen begegneten liebevoll und innig den ihrigen.

Aber, mein gutes Kind, das Augenaufſperren hilft nichts, ſagte Fanny, und ſchwang mit beträchtlicher Unge⸗ duld ihren Hut hin und her.Eine kleine Eule könnte die Augen auch aufſperren. Ich verlange von Dir einen Rath, Amy. Was räthſt Du mir, zu thun?

Meinſt Du, frug Klein Dorrit nach einer kurzen Pauſe in überredendem Tone,meinſt Du, Fanny, wenn Du es noch ein paar Monate hinausſchöbſt, würde es, Alles in Allem betrachtet, beſſer ſein?

Nein, einfältiges Kind, entgegnete Fanny mit auf⸗ fallender Heftigkeit,ich denke gar nichts der Art.

Hier warf ſie den Hut ganz fort und ſich in einen Stuhl. Aber gleich darauf wurde ſie wieder zärtlich, ſprang wieder auf und kniete auf dem Fußboden nieder, um ihre Schweſter ſammt den Stuhl zu umarmen.

Traue mir nicht zu, heftig oder böſe zu ſein, Gold⸗ kind, weil ich es wirklich nicht bin. Aber Du biſt ſo ein kleines närriſches Kind! Du machſt es ſo, daß man Dir den Kopf abbeißt, wenn man Dich liebkoſen möchte. Habe ich Dir nicht geſagt, Du garſtiges Mädchen, daß man Edmund

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