12 Fünfzehntes Kapitel. Stellung— ha— hm— die Sie bis jetzt in meiner Fa⸗ milie einzunehmen die Güte gehabt haben— ha— direct oder indirect leiden kann.“
„Mr. Dorrit,“ entgegnete Mrs. General, während ſie ihre behandſchuhten Hände in muſterhafter Ruhe übereinan⸗ der liegen ließ,„iſt immer voller Rückſicht und würdigt meine freundſchaftlichen Dienſte zu hoch.“
Miß Fanny huſtete, als wollte ſie ſagen,„da haben Sie Recht.“
„Miß Dorrit hat jedenfalls die größte Discretion aus⸗ geübt, welche ihr die Umſtände geſtatteten, und wird mir hoffentlich erlauben, ihr meinen aufrichtigen Glückwunſch darzubringen. Wenn ſie ſich frei von den Feſſeln der Leidenſchaft halten,“— Mrs. General ſchloß bei dieſen Worten die Augen, ols ob ſie es nicht ausſprechen und Je⸗ manden anſehen könnte;„wenn ſie mit der Zuſtimmung naher Verwandten ſtattfinden und wenn ſie den ſtolzen Bau eines hohen Hauſes befeſtigen, ſo ſind es gewöhnlich glück⸗ liche Ereigniſſe. Ich hoffe, Miß Dorrit wird mir erlauben, ihr meine beſten Glückwünſche darzubringen.“
Hier machte Mrs. General eine Pauſe und ſetzte, um ihren Zügen wieder die nöthige Würde zu geben, innerlich hinzu:„Papa, Puter, Pflaumen und Prisma.“
„Mr. Dorrit,“ fuhr ſie dann laut fort,„iſt immer höchſt verbindlich; und für die Aufmerkſamkeit, und ich muß wol ſagen, Auszeichnung, daß er und Miß Dorrit mir dieſes Vertrauen ſo frühzeitig erweiſen, bitte ich, meinen Dank


