Fünfzehntes Kapitel.
„Müde!“ wiederholte Mr. Dorrit mit vorwurfsvollem Staunen—„müde, ha— Mrs. General!“
„Ich habe ſie ganz und gar ſatt, Papa,“ ſagte Fanny⸗ „Ich weiß wahrhaftig nicht, was ſie meine Heirath angeht. Sie mag ſich mit ihren eignen Heirathsplänen be ſchäſtigen — wenn ſie welche hat.“
„Fanny,“ erwiderte Mr. Dorrit mit einer ernſten und gewichtigen Langſamkeit, welche einen ſchroffen Gegenſatz zu der Frivolität ſeiner Tochter bildete:„ich bitte Dich, mir näher zu erklären— ha— hm— was Du damit ſagen willſt.“
„Ich will ſagen, Papa,“ ſagte Fanny,„daß, wenn Mrs. General ſelbſt Heirathspläne haben ſollte, ſie jedenfalls ihre freie Zeit vollauf in Anſpruch nehmen. Und daß, wenn es nicht der Fall iſt, es um ſo beſſer iſt; aber dennoch wünſche ich nicht, die Ehre zu haben, ihr Meldungen zu machen.“
„Erlaube mir, zu fragen, warum nicht?“ ſagte Mr. Dorrit.
„Weil ſie ſich die Mühe geben kann, ſelbſt meine Verlo⸗ bung zu errathen,“ entgegnete Fanny.„Sie hat Spürkraft genug dazu. Sie mag ſie ſelbſt errathen. Und wenn ſie ſie nicht ſelbſt erräth, ſo wird ſie ſie erfahren, wenn ich getraut werde. Und ich hoffe, Sie werden es nicht einem Mangel an Liebe für Sie zuſchreiben, Papa, wenn ich ſage, daß mir dies für Mrs. General alsdann zeitig genug zu ſein ſcheint.“
„Fanny,“ erwiderte Mr. Dorrit,„dieſe— hm— dieſe launiſche und unverſtändige Feindſchaft gegen— ha—
A—


