Teil eines Werkes 
8. Th. (1857)
Entstehung
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Fünfzehntes Kapitel.

lachte und machte auf Mr. Dorrit den Eindruck, daß ihr Buſen ſich hebe einer ihrer beſten Effecte.

Ich ſage dies nur, erläuterte ſie dann,weil Mr. Merdle immer das größte Intereſſe an Edmund genommen und immer den angelegentlichſten Wunſch ausgeſprochen hat, ihn im Leben vorwärts zu bringen. Edmunds öffentliche Stellung, glaube ich, kennen Sie. Seine Privatſtellung hängt ganz von Mr. Merdle ab. In meiner kindiſchen Un⸗ fähigkeit für Geſchäfte, verſichere ich Ihnen, weiß ich weiter nichts.

Mr. Dorrit ſprach abermals auf ſeine Weiſe die Mei⸗ nung aus, daß Geſchäfte unter der Würde von Herzenbän⸗ digerinen und Zaubrerinen wären. Er gab dann ſeinen Ent⸗ ſchluß zu erkennen, als Gentleman und Vater an Mr. Merdle zu ſchreiben, Mrs. Merdle ſtimmte dem von ganzem Herzen bei, oder mit ihrer ganzen Kunſt was ganz daſſelbe iſt und ſchickte ſelbſt mit nächſter Poſt einen vorbereitenden Brief an das achte Weltwunder.

In ſeiner brieflichen Mittheilung, wie in ſeinem Zwie⸗ geſpräch und Reden über die große Frage, umgab Mr. Dor⸗ rit den Gegenſtand mit Schnörkeln, wie Schreiblehrer Schreibebücher und Rechenbücher verzieren: wo die Titel der vier Spezies in Schwäne, Adler, Greife und andere kaligra⸗ phiſche Kunſtſtücke auslaufen, und wo die großen Buchſtaben Seele und Körper in einem Rauſch von Feder und Tinte ver⸗ lieren. Demungeachtet machte er den Zweck ſeines Briefs klar genug, um Mr. Merdle in Stand zu ſetzen, ſich auf an⸗

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