Teil eines Werkes 
7. Th. (1857)
Entstehung
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144 Vierzehntes Kapitel.

recht wohl weißt: vielleicht zu ſtolz?), ob ich mich entſchlie⸗ ßen ſoll, auf eigene Hand die Stellung der Familie zu be⸗ haupten.

Wie? fragte ihre Schweſter mit beſorgter Spannung.

Ich mag mir nicht gefallen laſſen, von Mrs. General beſtiefmuttert zu werden, ſagte Fanny, ohne auf die Frage zu antworten;und ich werde in keiner Hinſicht dulden, mich von Mrs. Merdle patroniſiren oder quälen zu laſſen.

Klein Dorrit legte mit noch beſorgterm Blick ihre Hand auf die Hand, welche das Fläſchchen wohlriechendes Waſſer hielt. Fanny, ihre Stirn mit den heftigen Tupfen, die ſie jetzt darauf vertheilte, in allem Ernſte beſtrafend, fuhr mit unterdrückter Leidenſchaft fort:

Daß er auf die eine oder die andere Art und wie, iſt von keiner Bedeutung eine ſehr gute Stellung erlangt hat, kann Niemand läugnen. Daß es eine ſehr gute Partie wäre, kann Niemand läugnen. Und was die Frage, ob geiſtreich oder nicht geiſtreich, betrifft, ſo bezweifle ich gar ſehr, daß ein geiſtreicher Mann mir paſſen würde. Ich kann mich nicht unterordnen. Ich waͤre nicht im Stande, ihm ſo nachzugeben, wie ſich's gebührt.

O, meine gute Fanny! rief Klein Dorrit aus, der ſich eine Art Schrecken bemächtigt hatte, als ſie zu merken anfing, was ihre Schweſter meinte.Wenn Du Jemanden liebteſt, würdeſt Du ganz anders fühlen. Wenn Du Jeman⸗ den liebteſt, würdeſt Du gar nicht mehr Du ſelbſt ſein, ſon⸗ dern würdeſt Dich in Deiner Hingebung für ihn ganz und