faſt ſchwindlig wird, wenn ich daran denke. Aber Sie könn⸗
74 Elftes Kapitel.
Wirklich, Sie können überzeugt ſein, daß das die Wahr⸗ heit iſt.
Und jetzt bin ich mit dieſer Sache in dem gegenwärti⸗ gen Briefe fertig, und habe wenig mehr zu ſagen.
Wir befinden uns Alle ganz wohl, und Fanny macht jeden Tag Fortſchritte. Sie können ſich kaum vorſtellen, wie freundlich ſie gegen mich iſt, und welche Mühe ſie ſich mit mir gibt. Sie hat einen Verehrer, der ihr erſt auf der gan⸗ zen Reiſe von der Schweiz nach Venedig, und dann von Venedig hieher gefolgt iſt, und der mir eben anvertraut hat, daß er ihr überall hin zu folgen gedenkt. Es machte mich ſehr verlegen, daß er mit mir davon ſprach, aber er wollte durchaus nicht anders. Ich wußte nicht, was ich ſagen ſollte, aber zuletzt ſagte ich ihm, das Beſte wäre, meiner Meinung nach, er ließe es ganz ſein. Denn Fanny(aber das ſagte ich ihm nicht) iſt viel zu lebhaft und geſcheidt für ihn. Aber er verharrte bei ſeinem Vorſatz. Ich habe natürlich keinen Verehrer.
Wenn Sie jemals dieſen langen Brief ſo weit leſen, ſo werden Sie vielleicht ſagen, gewiß wird Klein Dorrit nicht aufhören, ohne mir Etwas von ihren Reiſen zu erzählen, und gewiß wird es jetzt Zeit. Der Meinung bin ich auch, aber ich weiß nicht, was ich Ihnen erzählen ſoll. Seit wir Venedig verlaſſen haben, ſind wir in vielen wundervollen Städten geweſen, unter andern in Genua und in Florenz und haben ſo viele wundervolle Dinge geſehen, daß es mir


