Teil eines Werkes 
7. Th. (1857)
Entstehung
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Ein Brief von Klein Dorrit. 71

widmet er ſich ſeinem Beruf ſehr wenig. Er thut nichts mit Ausdauer oder Geduld, ſondern fängt Sachen an oder wirft ſie hin, und verrichtet ſie oder unterläßt ſie, ohne das min⸗ deſte Herz dafür zu haben. Wenn ich ihn mit Papa wäh⸗ rend des Malens habe reden hören, habe ich manchmal nachgedacht, ob er vielleicht an gar nichts glaubte, weil er keinen Glauben an ſich hat. Iſt dies an dem? Ich bin neu⸗ gierig, was Sie ſagen werden, wenn Sie darauf kommen! Ich weiß, was Sie für ein Geſicht machen werden und kann faſt die Stimme hören, mit der Sie zu mir auf der eiſernen Brücke ſprechen würden.

Mr. Gowan kommt viel unter das, was hier für die beſte Geſellſchaft gilt obgleich es nicht ausſieht, als ob er daran Gefallen fände, oder einen Genuß dabei hätte und ſie begleitet ihn manchmal, aber in der letzten Zeit iſt ſie ſehr wenig ausgegangen. Ich glaube bemerkt zu haben, daß ſie in einer merkwürdigen Weiſe von ihr reden, als ob die Heirath mit Mr. Gowan ein großer Erfolg ihrer Selbſt⸗ ſucht wäre, während es doch zugleich denſelben Leuten nicht im Traume einfalle würde, ihn für ſich oder ihre Töchter zu wählen. Dann geht er auch häufig auf's Land, um Vorkeh⸗ rungen zu machen, Skizzen zu entwerfen; und in allen Or⸗ ten, wo Fremde hinkommen, hat er zahlreiche Freunde und iſt ſehr wohl bekannt. Außerdem hat er auch einen Freund, der ſehr viel um ihn iſt, zu Hauſe und außer dem Hauſe, obgleich er dieſen Freund ſehr kühl behandelt und ſehr lau⸗ niſch in ſeinem Benehmen gegen ihn iſt. Ich weiß(weil ſie