Die Träume von Mrs. Flintwinch mehren ſich. 65 )
geduld mit dem Rücken gegen das heilige Feuer, welches ſo viele Jahre hindurch gebrannt hatte. Darauf ſagte Mrs. Clennam, indem ſie zum erſtenmale eine ihrer Hände be⸗ wegte und damit eine kaum merkbare Geberde der Verab⸗ ſchiedung machte:
„Ich bitte Dich, Arthur, überlaß uns unſern Geſchäften.“
„Mutter, ich thue es ungern.“
„Beunruhige Dich darüber nicht,“ gab ſie zurück. Bitte, verlaß uns. Komm zu jeder andern Zeit wieder, wo Du es für eine Pflicht hältſt, eine langweilige Stunde hier zu ver⸗ lieren. Gute Nacht.“
Sie reichte ihm ihre behandſchuhten Finger hin, damit er dieſelben, wie herkömmlich, an den Spitzen faſſen möchte, und er beugte ſich über den Rollſtuhl herab, um ihr Antlitz mit ſeinen Lippen zu berühren. Dabei kam's ihm vor, als ob ihre Wange geſpannter und kälter wäre als gewöhnlich. Wie er ſich wieder aufrichtete und der Richtung ihres Blickes auf Mr. Flintwinchs guten Freund, Mr. Blandois, folgte, ſchlug dieſer Letztere mit Finger und Daumen ein lautes, ver⸗ achtungsvolles Schnippchen.
„Ich laſſe Ihren— Ihren Geſchäftsfreund mit nicht ge⸗ ringem Erſtaunen und im höchſten Grade ungern in meiner Mutter Zimmer zurück, Flintwinch,“ ſagte Clennam.
Der Erwähnte ſchlug abermals mit Zeigefinger und Dau⸗ men ein Schnippchen.
„Gute Nacht, Mutter.“
Klein Dorrit VII. 5


