Teil eines Werkes 
7. Th. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

60 Zehntes Kapitel.

Arthur ſah ihn nicht freundlicher an als vorhin, drehte ſich ohne Gegengruß um und ging die Treppe hinauf. Der Fremde folgte ihm. Mrs. Affery nahm den Schlüſſel von ſeinem Nagel hinter der Thür und ſchlüpfte hurtig hinaus, um ihren Herrn und Meiſter zu holen.

Ein Zuſchauer, der von der frühern Angelegenheit Monſieur Blandois' in dieſem Zimmer wußte, hätte bemerkt, daß Mrs. Clennam ihn jetzt anders empfing als damals. In ihrem Geſicht konnte ſich das nicht verrathen, und ihr gehaltenes Weſen und ihre ruhige Stimme waren ebenfalls ganz in ihrer Gewalt. Der Unterſchied beſtand lediglich darin, daß ſie ſeit dem Augenblick ſeines Eintretens nie⸗ mals die Augen von ihm abwendete, und ſich zwei⸗ oder dreimal, wenn er zu laut wurde, im Stuhle, in dem ſie un⸗ beweglich ſaß, die Hände auf den Seitenlehnen ruhend, ſich verbeugte, als wollte ſie ihm die Verſicherung geben, daß ſie ihm ſogleich, ſo lange er wünſche, Gehör ſchenken werde. Arthur bemerkte dies recht gut, obgleich er über den Unter⸗ ſchied zwiſchen dem gegenwärtigen und dem frühern Empfang nicht urtheilen konnte.

Madam, ſagte Blandois,erweiſen Sie mir die Ehre, mich Ihrem Herrn Sohne vorzuſtellen. Es ſcheint mir, Ma⸗ dam, daß Ihr Herr Sohn geneigt iſt, über mich Beſchwerde zu führen. Er iſt nicht höflich.

Sir, ſagte Arthur, ihm raſch in das Wort fallend, wer Sie immer ſeien und wie Sie immer hieher kommen