Teil eines Werkes 
7. Th. (1857)
Entstehung
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56 Zehntes Kapitel.

Da ſein Geiſt voll von jenem Gedanken war, traf ihn der Vorfall ganz unvorbereitet, ſo, daß der Andere Zeit hatte, auffällig laut zu ſagen:Pardon! nicht meine Schuld! und vorbeizugehen, ehe er recht zum Bewußtſein der ihn um⸗ gebenden Wirklichkeit gekommen war.

Als er ſich beſonnen, ſah er, daß der vor ihm Hergehende derſelbe Mann war, der in den letzten Tagen ſeine Gedan⸗ ken ſo ſehr in Anſpruch genommen hatte. Es war keine zu⸗ fällige Aehnlichkeit, unterſtützt durch die Kraft des Eindrucks, den der Mann auf ihn gemacht hatte. Es war der Mann; derſelbe Mann, dem er, wie er mit dem Mädchen ſprach, nachgegangen und den er alsdann mit Miß Wade zuſam⸗ mengeſehen hatte.

Die Straße ging ſteil bergab und war außerdem krumm, und der Mann(der, obgleich nicht betrunken, doch das An⸗ ſehen hatte, von ſtarkem Getränke aufgeregt zu ſein) ging die Straße ſo raſch hinab, daß Clennam ihn aus dem Auge verlor. Ohne eine beſtimmte Abſicht, ihm zu folgen, aber von einem dunklen Trieb beſtimmt, die Geſtalt noch ein we⸗ nig länger im Auge zu behalten, beſchleunigte Clennam ſeine Schritte, um über die Wendung der Straße hinauszu⸗ kommen, welche den Fremden ſeinen Blicken entzog. Als er ſie erreichte, ſah er ihn nicht mehr.

Er ſtand nun dicht vor dem Thorweg des mütterlichen Hauſes und ſchaute die Straße hinab, aber ſie war leer. Es war kein ſchattenwerfender Vorſprung vorhanden, um den