34 Neuntes Kapitel.
boote auf dem Fluſſe, keine Landungsplätze als ſchlüpfrige hölzerne Treppen oder gepflaſterte Fußwege, keine Eiſenbah⸗ nen auf dem andern Ufer, keine Kettenbrücken und keinen Fiſchmarkt in der Nähe, keinen Verkehr auf der nächſten ſteinernen Brücke, keine Fahrzeuge auf dem Strome, als die kleinen Boote der Themſeſchiffer und die Kohlenkähne. Lange und breite ſchwarze Reihen von den letzteren, feſtgeankert in dem Schlamm, als ob ſie nie wieder flott werden ſollten, gaben dem Ufer nach Dunkelwerden ein trauerndes und ſtil⸗ les Ausſehen und drängten den geringen Stromverkehr weit hinaus in die Mitte des Fahrwaſſers. Zu jeder Stunde nach Sonnenuntergang und nicht am Mindeſten zu der Stunde, wo die meiſten Leute, welche Etwas zu Hauſe zu eſſen haben, zum Eſſen nach Hauſe gehen, und wo die mei⸗ ſten von Denen, die nichts haben, noch nicht hervor gekrochen ſind, um zu betteln oder zu ſtehlen, war es ein verlaſſener Ort und ſah auf eine verlaſſene Umgebung hinaus.
In ſolcher Stunde blieb Clennam an der Ecke ſtehen und ſah dem Mädchen und dem fremden Manne nach, wie ſie die Straße hinab gingen. Die Schritte des Mannes er⸗ klangen ſo laut auf den wiederhallenden Steinen, daß er nicht gern den Schall ſeiner eigenen Tritte dazu geben wollte. Aber als ſie die Wendung der Straße hinter ſich hatten und ſich in dem Schatten der dunklen Ecke befanden, die nach der Terraſſe hinführt, ging er ihnen nach, ſoviel als möglich das gleichgültige Ausſehen eines zufällig dieſe Straße Gehenden annehmend..
—


