Neuntes Kapitel.
Herzens in Bezug auf den Gatten ſeiner Tochter ſei, ein⸗ trächtig Freundſchaft gegen Freundſchaft und Vertrauen ge⸗ gen Vertrauen zu tauſchen. Binnen wenigen Stunden waren die Möbeln des Landhäuschens, der beſſern Erhaltung wegen, während der Abweſenheit der Familie zugedeckt und einge⸗ packt— oder, wie Mr. Meagles ſich ausdrückte, das Haus hatte ſeine Lockenpapiere angelegt— und nach wenigen Tagen waren Vater und Mutter fort, Mrs. Tickit und Dr. Buchan hatten wie ehedem ihren Poſten am Fenſter des Wohnzimmers bezogen, und Arthurs einſamer Tritt raſchelte unter dem dürren Laub in den Gängen des Gartens.
Da er den Ort gern hatte, ließ er ſelten eine Woche ver⸗ ſtreichen, ohne ihm einen Beſuch abzuſtatten. Manchmal ging er allein vom Sonnabend bis zum Montag hin; manch⸗ mal begleitete ihn ſein Aſſocié; manchmal beſuchte er auf eine oder zwei Stunden Haus und Garten, ſah nach, ob Alles in Ordnung ſei und kehrte wieder nach London zurück. Zu al⸗ len Zeiten und unter allen Umſtänden ſaß Mrs. Tickit mit ihrer dunklen Lockenreihe und Dr. Buchan im Fenſter des Wohnzimmers die Rückkehr der Familie abwartend.
Bei einem ſeiner Beſuche empfing ihn Mrs. Tickit mit den Worten:„Ich habe Ihnen Etwas zu ſagen, Mr. Clen⸗ nam, worüber Sie ſich wundern werden.“ So wunderbar war das fragliche Etwas, daß Mrs. Tickit ſich wirklich davon veranlaßt ſah, das Fenſter der Wohnſtube zu verlaſſen und in den Garten herauszukommen, als Clennam zum Thore deſſelben hereintrat.


