Teil eines Werkes 
7. Th. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Mrs. Gowan beſinnt ſich, daß es durchaus nicht geht. 11

wohnheit zu beſtärken, ſich als einen ältlichen Mann zu be⸗ trachten, der von ſolchen Beſtrebungen, wie er ſie in Bezug auf Minnie Gowan bekämpft hatte(obgleich das, nach Mo⸗ naten und Sommern gerechnet, noch nicht ſo lange her war) für das Leben Abſchied genommen hatte. Seine Beziehungen zu ihrem Vater und ihrer Mutter waren denen eines ver⸗ witweten Schwiegerſohnes am ähnlichſten. Wenn die hin⸗ geſchiedene Zwillingsſchweſter erſt in der Blüthe des Frauen⸗ alters geſtorben, und er ihr Gatte geweſen wäre, ſo wäre ſein Verhältniß zu Mrs. und Mr. Meagles wahrſcheinlich von der Art geweſen, wie es jetzt war. Dies trug unmerk⸗ bar dazu bei, ihn an die Anſchauung zu gewöhnen, daß er mit dieſer Seite des Lebens ganz und gar fertig ſei. Er hörte durch ſie von Minnie nur, daß ſie in ihren Briefen er⸗ zählte, wie glücklich ſie ſei und wie ſehr ſie ihren Gatten liebe; aber unzertrennlich von dieſem Gegenſtand ſah er unwandelbar den alten Schatten auf Mr. Meagles' Geſicht. Mr. Meagles war ſeit der Hochzeit nie wieder ſo heiter ge⸗ weſen wie früher. Von der Trennung von Pet hatte er ſich nie ganz erholt. Er war derſelbe gutmüthige, offene Menſch; aber als ob ſein Geſicht von dem beſtändigen Anblicken der Bilder ſeiner beiden Kinder, die ihm nur Ein Geſicht zeigen konnten, unbewußt von ihnen einen Charakterzug herüber⸗ nehme, ſprach es jetzt beſtändig durch alle Wandlungen ſei⸗ nes Ausdrucks hindurch von einem erlittenen Verluſt.

An einem winterhaften Sonnabend, wo Clennam ſich in dem Landhäuschen befand, fuhr die hochgeborne Mrs.