Teil eines Werkes 
6. Th. (1856)
Entstehung
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Siebentes Kapitel.

Henry iſt ihm gut, und will nicht übel von ihm den⸗ ken. Er iſt ſelbſt ſo edelmüthig und offenherzig. Aber wir Beide ſind überzeugt, daß wir von ihm denken, wie er es verdient. Er redet Henry ein, daß der Hund ſchon vergiftet geweſen ſei, als er ſich ſo veränderte und nach ihm ſprang. Henry glaubt es, aber wir glauben es nicht. Ich ſehe, daß er horcht, aber nicht hören kann. Leben Sie wohl, meine Liebe! Leben Sie wohl!

Die letzten Worte wurden laut geſprochen, als der wach⸗ ſame Blandois innehielt, den Kopf umdrehte und nach ihnen vom Ende der Treppe heraufblickte. Sicherlich ſah er, ob⸗ wol er die höflichſte Miene annahm, aus, wie wenn jeder ächte Menſchenfreund nicht Beſſeres zu thun hätte wünſchen ſollen, als ihm einen großen Stein an den Hals zu binden und ihn in das Waſſer fallen zu laſſen, welches unter dem dunkeln gewölbten Thorweg floß, in welchem er ſtand. Da kein ſolcher Wohlthäter der Menſchheit zur Stelle war, ſo half er Mrs. Gowan in ihr Boot und blieb daſtehen, bis es in die Ferne geſchoſſen war, wo er ſich ſelbſt in ſein eig⸗ nes Boot half und nachfolgte.

Klein Dorrit hatte bisweilen gedacht und dachte es jetzt, als ſie ihre Schritte die Treppe hinauf zurücklenkte, daß er ſeinen Weg zu raſch in das Haus ihres Vaters gefunden habe. Aber ſo viele und ſo verſchiedene Leute thaten dadurch, daß Mr. Dorrit an der Geſellſchaftsſucht ſeiner älteren Toch⸗ ter Theil nahm, daſſelbe, ſo daß es kaum ein Ausnahmefall war. Eine vollkommene Wuth, Bekanntſchaften zu machen,