Meiſtentheils Pflaumen und Prismen. 153
„Gehen nicht nach Hauſe!“ ſagte Blandois.„Dann bin ich verloren.“
Das mochte er ſein, aber er war nicht ſo verloren, daß er davongerannt wäre und ſie allein gelaſſen hätte. Er blieb ſitzen und unterhielt ſie mit ſeinen feinſten Complimenten und gewählteſten Redensarten, aber die ganze Zeit über ließ er ſie merken:„Nein, nein, nein, liebe Damen! Sehen Sie, ich bin ausdrücklich hier, um es zu verhindern.“
Er ließ es ſie mit ſo vielen Hintergedanken merken, und er hatte in ſich eine ſolche teufliſche Ausdauer, daß Mrs. Gowan ſich endlich erhob, um ſich zu entfernen. Als er Mrs. Gowan die Hand bot, um ſie die Treppe hinabzu⸗ führen, behielt ſie Klein Dorrits Hand mit einem zur Vor⸗ ſicht mahnenden Druck in der ihren und ſagte:„Nein, danke Ihnen. Aber wenn Sie ſo gefällig ſein wollen, nachzu⸗
ſehen, ob mein Gondelführer da iſt, werden Sie mich ſehr
verpflichten.“
Dies ließ ihm keine andere Wahl, als vor ihnen hinab⸗ zugehen. Als er dies den Hut in der Hand that, flüſterte Mrs. Gowan:
„Er hat den Hund umgebracht.“
„Weiß es Mr. Gowan?“ flüſterte Klein Dorrit.
„Niemand weiß es. Sehen Sie mich nicht an, blicken Sie nach ihm hin. Er wird den Augenblick das Geſicht um⸗ drehen. Niemand weiß es, aber ich bin überzeugt, daß er's gethan hat. Auch Sie ſind es?“
„Ich— ich denke es.“


