Meiſtentheils Pflaumen und Prismen. 143
„Du hörteſt Papa nie Etwas ſagen?“
„Etwas ſagen?“ wiederholte Fanny.„Mein allerliebſtes, beſtes Kind, was zwang ihn denn bis jetzt, irgend Etwas zu ſagen?“
„Und Du haſt Mrs. General nie Etwas ſagen hören?“
„Ei du meine Güte, Amy,“ erwiderte Fanny, aiſt ſie denn die Art Frauenzimmer, daß ſie Etwas ſagen würde. Iſt es denn nicht vollkommen klar und deutlich, daß ſie gegen⸗ wärtig nichts zu thun, als ſich aufrecht zu halten, ihre wi⸗ derwärtigen Handſchuhe anzubehalten und feierlich mit den Röcken zu fegen hat? Etwas ſagen! Wenn ſie beim Whiſt den beſten Trumpf in der Hand hätte, ſo würde ſie kein Wort ſagen, Kind. Es würde herauskommen, wenn ſie ihn aus⸗ ſpielte.“
„Du kannſt Dich wenigſtens irren, Fanny. Oder meinſt Du, nein?“
„O ja, ich könnte mich irren,“ ſagte Fanny,„aber ich irre mich nicht. Indeß freue ich mich doch, daß Du Dir ſolch ein Schlupfloch denken kannſt, meine Liebe, und ich freue mich, daß Du die Sache für jetzt hinreichend kaltblütig aufnehmen kannſt, um Dir ſolch eine Möglichkeit vorzuſtellen. Es läßt mich hoffen, daß Du im Stande ſein wirſt, dieſe Verbindung zu ertragen. Ich würde nicht im Stande ſein, ſie zu ertragen, und ich würde es auch gar nicht verſuchen. Ich würde eher den jungen Sparkler heirathen.“
„O Du würdeſt ihn unter keinen Umſtänden heirathen, Fanny!“


