Teil eines Werkes 
6. Th. (1856)
Entstehung
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140 Siebentes Kapitel.

Fanny ihrem Herzen, wie viel dem Herzen Fanny's ange⸗ hörte, widmete ſie ihr alle die ſchweſterliche Zärtlichkeit, die ihr großes Herz enthielt.

Die ganze Maſſe von Pflaumen und Prismen, welche Mrs. General in das Leben der Familie hineinſchüttete, ver⸗ bunden mit den unabläſſigen Sprüngen Fanny's in die gute Geſellſchaft, ließ nur einen ſehr geringen Reſt natürlichen Niederſchlags auf dem Boden der Miſchung. Dies machte vertrauliche Geſpräche mit Fanny doppelt werthvoll für Klein Dorrit und erhöhte den Genuß, den ſie ihr verſchafften.

Amy, ſagte Fanny eines Abends zu ihr, nach einem Tage, der ſo ermüdend geweſen, daß Klein Dorrit ganz er⸗ ſchöpft war, während Fanny mit dem größten Vergnügen von der Welt ſich noch einmal in die Geſellſchaft geworfen haben würde,ich bin im Begriff, Dir Etwas in Dein Köpf⸗ chen zu ſetzen. Ich vermuthe, Du wirſt nicht errathen, was es iſt.

Ich glaube, das iſt nicht wahrſcheinlich, liebe Schweſter, ſagte Klein Dorrit.

Na, ich will Dir einen Schlüſſel zu dem Räthſel geben, Kind, ſagte Fanny.Mrs. General.

Da Pflaumen und Prismen in tauſenderlei Combinatio⸗ nen den ganzen Tag über die langweilige Tagesordnung ge⸗ bildet hatten Alles Oberfläche und Firniß und Schein ohne Weſen geweſen war, ſo machte Klein Dorrit eine Miene, als ob ſie gehofft, daß Mrs. General auf ein Paar Stunden ſicher zu Bett gebracht worden ſei.