Teil eines Werkes 
6. Th. (1856)
Entstehung
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Reiſegefährten. 21

Es lag auf dem Grunde dieſer Aeußerung genug ſpötti⸗ ſche Unwahrſcheinlichkeit, um ſie ziemlich anſtößig zu machen, obſchon die Manier des Sprechers artig und ſeine Perſön⸗ lichkeit günſtig ausgeſtattet war, und obſchon der ſpöttiſche Theil derſelben ſo geſchickt hingeworfen war, daß er für einen mit der engliſchen Sprache nicht vollkommen Bekannten ſehr ſchwer zu verſtehen war oder daß man, wenn man ihn ja verſtand, die Beleidigung kaum herausfühlte, ſo einfach und leidenſchaftslos war ſein Ton. Nachdem er, von Schweigen umgeben, ſeinen Kalbsbraten verzehrt, wendete ſich der Spre⸗ cher wieder an ſeinen Freund.

„Sehen Sie mal,“ ſagte er in ſeinem frühern Tone, „dieſen Herrn, unſern Wirth, der noch nicht einmal das, was man die beſten Jahre nennt, erreicht hat, und welcher in ſo prächtiger Weiſe und mit ſo feiner, hofmäßiger Manier und Beſcheidenheit den Vorſitz über uns führt. Manieren, die für eine Krone paſſen! Eſſen Sie beim Mayor von Lon⸗ don(wenn Sie eine Einladung bekommen können) und beobachten Sie den Contraſt. Dieſer brave Burſche mit einem Geſicht, ſo fein geſchnitten, wie ich je eines ſah, einem Geſicht von den vollkommenſten Linien, verläßt da irgend eine mühevolle Lebensbeſchäftigung und kommt hier herauf, ich weiß nicht wie viele Fuß über den Meeresſpiegel, und zwar zu keinem andern Zwecke auf Erden(ausgenommen hoffentlich den, ſich in einem vortrefflichen Refectorium güt⸗ lich zu thun) als ein Wirthshaus für Faullenzer und arme Teufel wie Sie und mich zu halten und die Zeche unſerm