Teil eines Werkes 
6. Th. (1856)
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

„Ja es iſt ſpät. Noch zwei oder drei Wochen und wir werden mit dem Schnee des Winters allein ſein.“

„Und dann,“ ſagte der einſchmeichelnde Reiſende,„geht es los mit dem Aufſcharren der Hunde und den begrabenen Kindern, wie man es auf Gemälden ſieht!“

„Verzeihung,“ ſagte der Wirth, der die Anſpielung nicht recht begriff.„Wie meinen ſie das mit dem Aufſcharren der Hunde und den begrabenen Kindern, wie man es auf Ge⸗ mälden ſehen ſoll?“

Der künſtleriſche Reiſende miſchte ſich ein, ehe eine Ant⸗ wort ertheilt werden konnte.

„Wiſſen Sie denn nicht,“ fragte er kalt über den Tiſch hinweg ſeinen Gefährten,„daß Niemand als Schmuggler im Winter dieſen Weg kommt oder auf dieſem Wege irgend ein Geſchäft haben kann?“

„Donnerwetter, nein! habe nie was davon gehört.“

„So iſt es, wie ich glaube. Und da ſie mit den Zeichen des Wetters leidlich gut bekannt ſind, ſo geben ſie den Hun⸗ den nicht viel Beſchäftigung— welche in Folge deſſen faſt ausgeſtorben ſind— obſchon dieſes Wirthshaus ſehr be⸗ quem für ſie ſelbſt liegt. Ihre junge Familie ſollen ſie ge⸗ wöhnlich daheim laſſen. Aber's iſt eine großartige Idee!“ ſchrie der künſtleriſche Reiſende, indem er ſich unerwartet zum Tone der Begeiſterung erhob.„Es iſt die ſchönſte Idee von der Welt und bringt Einem beim Jupiter Thränen in die Augen!“ Er fuhr dann fort, ſeinen Kalbsbraten mit großer Gelaſſenheit zu verſpeiſen.