Teil eines Werkes 
6. Th. (1856)
Entstehung
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22 Erſtes Kapitel.

Gewiſſen zu überlaſſen. Ei, iſt das nicht ein wunderſchönes Opfer? Was brauchen wir mehr, um gerührt zu ſein? Weil gerettete Leute von intereſſantem Aeußern acht oder neun Monate von zwölfen ſich hier nicht an den Hals der klügſten aller Hunde mit Holzflaſchen halten, ſollten wir den Ort ge⸗ ringſchätzen? Bewahre! Segen auf den Ort! Es iſt ein großer Ort, ein glorreicher Ort!“

Die Bruſt des grauköpfigen Herrn, welcher die Haupt⸗ perſon der wichtigen Geſellſchaft war, war aufgeſchwollen, wie von einem Einſpruche dagegen, daß er zu den armen Teufeln gezählt ſein ſollte. Nicht ſobald hatte der künſtleriſche Reiſende aufgehört zu ſprechen, als er ſelbſt mit großer Würde ſprach, als ob es ihm obläge, an den meiſten Orten die Lei⸗ tung des Geſprächs zu beſorgen und er dieſe Pflicht ein Weil⸗ chen vernachläſſigt hätte.

Mit gewichtiger Miene theilte er ihrem Wirth ſeine Mei⸗ nung mit, daß ſein Leben hier im Winter ein ſehr trübſeli⸗ ges Leben ſein müſſe.

Der Wirth gab Monſieur zu, daß es ein wenig einför⸗ mig ſei. Die Luft ließe ſich lange Zeit hintereinander ſchwer einathmen. Die Kälte wäre ſehr ſtreng. Man brauchte Ju⸗ gend und Stärke, um es zu ertragen. Indeß wenn man ſie und den Segen des Himmels hätte.—

„Ja, das wäre ſehr gut. Aber die Abgeſperrtheit,“ ſagte der grauköpfige Herr. 6

Es gäbe manche Tage ſelbſt bei ſchlechtem Wetter, wo