14 Erſtes Kapitel.
gen zu wollen, als man, da Aller Augen ſich auf den Spre⸗ cher wendeten, die Entdeckung machte, daß die Dame neben ihm, welche jung und ſchön war, nicht gehört hatte, was paſſirt war, indem ſie mit ihrem Kopf auf ſeine Schulter in Ohnmacht geſunken war.
„Ich denke,“ ſagte der Herr in gedämpftem Tone, nich thue am Beſten, ſie geradewegs nach ihrer Stube zu tragen. Wollen Sie mal Jemand zurufen, daß er ein Licht bringt?“ ſagte er zu ſeinem Gefährten gewendet,„und uns den Weg zeigt? In dieſem ſeltſamen Orte würde ich ihn, glaube ich. nicht finden.“
„Bitte, laſſen Sie mich meine Magd rufen,“ rief die größere von den jungen Damen.
„Bitte, laſſen Sie mich ihr dieſes Waſſer an die Lippen bringen,“ ſagte die kleinere, welche bis jetzt noch nicht ge⸗ ſprochen.
Indem jede that, was ſie vorgeſchlagen, war kein Man⸗ gel an Beiſtand. In der That, als die beiden Mägde her⸗ einkamen(escortirt von dem Quartiermacher, damit ſie nicht Jemand verblüffe, indem er ſie auf dem Wege in einer frem⸗ den Sprache anredete) war Ausſicht auf zu viel Beiſtand. Indem er dies ſah und Etwas der Art in wenigen Worten zu der einfachern und jüngern der beiden Damen ſagte, legte der Herr den Arm ſeiner Frau ſich über die Schulter, hob ſie in die Höhe und trug ſie weg.
Sein Freund, allein gelaſſen mit den andern Gäſten, ſchritt langſam im Zimmer auf und ab, ohne wieder nach


