Teil eines Werkes 
6. Th. (1856)
Entstehung
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Reiſegefährten. 9

Feinde wären. Es gab ferner drinnen düſtre gewölbte Schlafzimmer, furchtbar kalt, aber reinlich und gaſtlich für Beſucher eingerichtet. Endlich gab es eine Gaſtſtube, in welcher die Beſucher ſitzen und ſpeiſen konnten, und wo bereits eine Tafel gedeckt war und ein hellflackerndes Feuer mit rothem Scheine hochemporloderte.

In dieſer Stube ſammelten ſich die Reiſenden, bald nach⸗ dem ihnen ihre Nachtquartiere von zwei jungen Patres an⸗ gewieſen worden, um den Heerd. Sie beſtanden aus drei Geſellſchaften, von denen die erſte als die zahlreichſte und wichtigſte, die langſamſte und während des Heraufkommens von einer der andern eingeholt worden war. Sie war zu⸗ ſammengeſetzt aus einer ältlichen Dame, zwei grauköpfigen Herren, zwei jungen Damen und ihrem Bruder. Dieſelben waren(abgeſehen von vier Führern) von einem Quartier⸗ macher, zwei Bedienten und zwei Kammermädchen begleitet, ein Haufen unbequemen Volks, welcher anderswo unter dem⸗ ſelben Dache untergebracht war. Die Geſellſchaft, welche ſie eingeholt und in ihrem Gefolge hergekommen war, be⸗ ſtand blos aus drei Mitgliedern, einer Dame und zwei⸗ Herren. Die dritte Geſellſchaft, welche von der italieniſchen Seite des Paſſes heraufgeſtiegen und zuerſt eingetroffen war, war vier Mann ſtark: ein vollblütiger, hungriger und ſchweig⸗ ſamer deutſcher Hauslehrer mit einer Brille auf einer Tour mit drei jungen Leuten, ſeinen Zöglingen, alle vollblütig, hungrig und ſchweigſam, und alle mit Brillen.

Dieſe drei Gruppen ſaßen um das Feuer, ſahen ſich