Reiſegefährten. 7
Butter, Strohbündel und Packete von allen Geſtalten lagen wirr durcheinander in dieſem aufgethauten Moraſt und um die Stufen. Hier oben in den Wolken wurde Alles durch Wolken geſehen und ſchien ſich in Wolken aufzulöſen. Der Athem der Menſchen war Wolke, der Athem der Maulthiere war Wolke, die Lichter waren von Wolkenkreiſen umgeben, Leute, die hart neben Einem ſprachen, waren wegen des Wolkendunſtes nicht zu ſehen, obwol ihre Stimmen und alle andern Töne überraſchend klar waren. Von der wolkigen Reihe von Maulthieren, welche haſtig an Ringe in der Mauer gebunden wurden, biß oder ſchlug eines das andere gelegentlich und dann gerieth die ganze Nebelmaſſe in Ver⸗ wirrung, Leute tauchten hinein und Geſchrei von Menſchen und Thieren kam heraus und kein Nebenſtehender erfuhr, was fehlte. Mitten darin ſtrömte der große Stall des Klo⸗ ſters, welcher das Erdgeſchoß einnimmt und in den man durch die Erdgeſchoßthür gelangt, vor welcher alle dieſe Ver⸗ wirrung ſtattfand, ſeinen Beitrag von Wolkendunſt aus, als ob das ganze rauhe Gebäude mit nichts Anderm ange⸗ füllt wäre und zuſammenſtürzen würde, ſobald es ſich ent⸗ leert hätte, ſodaß der Schnee dann auf den kahlen Berg⸗ gipfel fiele.
Während aller dieſer Lärm und dieſe Haſt unter den lebenden Reiſenden graſſirten, befanden ſich, ſchweigſam verſammelt in einem Gitterhauſe, ein halb Dutzend Schritte entfernt, eingehüllt von demſelben Wolkendunſt und ange⸗ weht von denſelben Schneeflocken, die todten Reiſenden, die


