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„Meine?“ Er ſah erſt auf ſeine eigne Geſtalt, dann auf die ſeines Bruders und rief dann tief Athem holend:„Ha⸗ wahrhaftig! Ja, ja, ja.“.
„Deine Stellung, mein lieber Frederick, iſt jetzt eine ſehr gute. Deine Stellung als mein Bruder iſt eine ſehr gute. Und ich weiß, daß es zu Deiner gewiſſenhaften Natur gehört, den Verſuch zu machen, ihrer würdig zu werden, mein lieber Frederick, und zu ſtreben, ihr Ehre zu machen. Ihr nicht Unehre, ſondern Ehre zu machen.“
„William“, ſagte der Andere ſchwachmüthig und mit einem Seufzer,„ich will Alles thun, was Du wünſcheſt, mein Bruder, vorausgeſetzt, daß es in meiner Gewalt liegt. Bitte, ſei ſo gut Dich zu erinnern, wie beſchränkt meine Gewalt iſt. Was wünſcheſt Du, daß ich heute thun ſoll, mein Bruder? Sag, was es iſt, ſag einzig und allein, was es iſt.“
„Mein theuerſter Frederick, nichts. Es iſt nicht werth, einem ſo guten Herzen, wie das Deine iſt, Beſchwerde zu machen.“
„Bitte, mach ihm Beſchwerde“, erwiderte Jener.„Es findet keine Beſchwerde darin, William, Alles für Dich zu thun, was es kann.“
William ſtrich ſich mit der Hand über die Augen und murmelte mit erhabener Befriedigung:„Gott ſegne Dich für Deine Anhänglichkeit, mein armer lieber Junge!“ Dann
ſagte er laut:„Wohlan, mein lieber Frederick, wenn Du nur verſuchen willſt, wenn wir herumgehen, zu zeigen, daß
Das Marſhalſea wird eine Waiſe.


