Teil eines Werkes 
5. Th. (1856)
Entstehung
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Was hinter Mr. Pancks auf Klein Dorrits Hand war. 141

dieſem Augenblicke ſchon durch die Loge gehen und hm einen Spaziergang machen könnte?

Ich denke nicht, Mr. Dorrit, war die zögernde Ant⸗ wort.Es ſind gewiſſe Förmlichkeiten zu erfüllen, und ob⸗ ſchon Ihre Zurückhaltung hier jetzt an ſich ſelbſt eine bloße Form iſt, ſo fürchte ich, ſie iſt der Art, daß ſie noch etwas länger beobachtet werden muß.

Hierüber vergoß er wieder Thränen.

Es ſind blos noch wenige Stunden, ſagte Clennam freundlich tröſtend.

Wenige Stunden, Sir, erwiderte er mit plötzlicher Leidenſchaft.Sie ſprechen ſehr behaglich von Stunden, Sir! Wie lang denken Sie wol, Sir, daß Jemandem eine Stunde iſt, wenn er wegen Luftmangel erſticken will?

Es war für dies Mal ſeine letzte Demonſtration, da er, nachdem er noch einige Thränen vergoſſen und weinerlich ſich beklagt, daß er keinen Athem bekommen könne, langſam einſchlummerte. Clennam hatte reichlichen Stoff zum Nach⸗ ſinnen, als er in der ſtillen Stube ſaß und den Vater auf ſeinem Bette und die Tochter beobachtete, die ſeinem Ge⸗ ſichte Kühlung zufächelte.

Klein Dorrit hatte ebenfalls nachgeſonnen. Nachdem ſie leiſe ſein graues Haar bei Seite geſchoben und ſeine Stirn mit ihren Lippen berührt hatte, blickte ſie auf Arthur, wel⸗ cher ihr näher trat, und verfolgte in gedämpftem Geflüſter den Gegenſtand ihres Nachſinnens weiter.