12 Dreißigſtes Kapitel.
Gentleman ſollſt Du ſterben. Du ſollſt gewinnen, wie das Spiel ſich auch wendet. Sie ſollen alle Deine Verdienſte anerkennen, Blandois. Du wirſt die Geſellſchaft, die Dich ſo ſchwer beleidigt hat, mit Hülfe Deines ſtolzen Geiſtes unter den Schlitten kriegen. Hol mich der Teufel, Du biſt von Rechtswegen und von Natur ſtolz, mein Blandois.“
Während dieſes troſtreichen Gemurmels rauchte dieſer Gentleman ſeine Cigarre aus und leerte ſeine Flaſche Wein. Als beide zu Ende waren, ſchlenkerte er ſich in eine ſitzende Lage und mit der ernſten Schlußapoſtrophe:„Daran halte Dich! Blandois, Du Schlaukopf, nimm all Deinen Witz zuſammen!“ ſtand er auf und ging nach dem Hauſe von Clennam und Co. zurück.
Er wurde an der Thür von Miſtreß Affery empfangen, welche auf Anordnung ihres Eheherrn im Vorhauſe zwei Kerzen und auf der Treppe eine dritte angezündet hatte, und welche ihn in das Zimmer von Mrs. Clennam führte. Dort war Thee zurecht gemacht und man hatte die kleinen Einrich⸗ tungen zum Empfang von Geſellſchaft getroffen, die man gewöhnlich für das Eintreffen erwarteter Beſucher traf. Sie waren auch bei der größten Gelegenheit einfach, indem ſie ſich nie über die Aufſtellung eines Porzellan⸗Service und die Bedeckung des Bettes mit einer einfachen und düſtern Draperie hinauserſtreckten. Im Uebrigen war da das bahren⸗ artige Sofa mit dem Block darauf und die Geſtalk in Witt⸗ wenkleidern, wie zur Hinrichtung angezogen, das Feuer, über das ſich ein Häufchen erloſchner Aſche erhob, der Roſt mit


